SMART EDIT 4 – Was ist neu?
Die Fan-Gemeinde kennt es schon – einmal im Jahr, immer im Herbst, gibt es eine neue Version der Casablanca-Hauptsoftware SmartEdit. Diesmal ist die Version 4 an der Reihe! Etliche Verbesserungen und neue Funktionen definieren den Videoschnitt mit Casablanca Avio, Prestige, Kron und Solitaire neu.
Die wichtigsten Verbesserungen sollen hier kurz vorgestellt werden.
SmartRendering
Dieses gefeierte neue Feature des Top-Modells Solitaire steht mit SE 4 auch allen anderen Geräten zur Verfügung. Effekte werden nun im Hintergrund automatisch berechnet, während der Anwender ganz normal weiterarbeiten kann. Werden Effekte hinzugefügt, während die Berechnung bereits läuft, dann wird eine „Warteschlange“ aufgebaut, die dann kontinuierlich abgebaut wird. Wartezeiten auf Effektberechnung entfällt!
Beschleunigung der Effektberechnung
Durch die Verwendung der Codec-Software aus dem Hause MainConcept in Kombination mit dem vorhandenen Hardware-Codec kann die Effektberechnung je nach Casablanca-Modell deutlich beschleunigt werden.
Ethernet-Fähigkeit – Casablanca im Netzwerk
Viele Casablanca-Modelle (Kron Plus, Prestige, Solitaire) verfügen über eine Ethernet-Schnittstelle, die bislang aber ohne Nutzen blieb. Mit SmartEdit 4 kann ein Casablanca-Gerät nun in ein TCP/IP-Netzwerk eingebunden werden. Video/Audiomaterial kann dann mit bis zu 100 Mbit/Sekunde (zum Vergleich: DV-Material arbeitet mit 25 Mbit/Sekunde) mit anderen im Netzwerk befindlichen PCs geteilt werden. Auch für Geräte ohne Ethernet-Schnittstelle wird diese Funktion bald zur Verfügung stehen, da an einer USB-Ethernet-Umsetzung (Adapterkabel) gearbeitet wird. Die Einbindung kann sowohl in ein „richtiges“ Netzwerk mit Server und mehreren Clients erfolgen als auch eine reine 2-Punkt-Verbindung (ein einzelner PC mit Windows XP home) sein. Die Einbindung ist auch ohne Vorkenntnisse im Bereich Netzwerk möglich.
FireWire-Support zwecks Datentausch
Viele Casablanca-Modelle verfügen über einen serienmäßigen oder nachgerüsteten FireWire-Port. Dieser kann bisher nur für die Übertragung zwischen DV-Camcorder bzw. Rekorder und Casablanca verwendet werden. SmartEdit 4 erlaubt jedoch darüber hinaus auch die Verbindung zwischen PCs mit FireWire-Schnittstelle, ideal zum verlustfreien Datentausch in Echtzeit.
Systemvoraussetzung: vorhandene DV Schnittstelle
Verbesserungen im Titler
Die Darstellung erfolgt nun in voller Größe und Auflösung (ähnlich Arabesk). Text-Tafeln können direkt angeklickt, verschoben und in der Größe geändert werden. Es besteht die Möglichkeit, einem Titel direkt Grafiken und eigene Bilder (aus dem Image Pool) hinzuzufügen, zu skalieren und zu positionieren. Glanzpunkte, Lichtstrahlen, Sterne usw. ergeben fantastische Effekte!
Videoprojektor-Support
Projektoren (auch Beamer genannt) werden besser, preiswerter und damit auch beliebter. SmartEdit 4 verfügt über eine verbesserte Randbereichsdarstellung, um auch im Beamerbetrieb fantastische Bilder liefern zu können.
Vorschaumodus für Effektberechnung
In der Einzelbildvorschau kann jetzt nicht nur ein Vergleich des Originalbildes mit dem Effekt erfolgen, sondern auch eine andere Szene dem Effekt direkt gegenübergestellt werden. Insbesondere Mehrkameraprojekte lassen sich so harmonisieren (Weißabgleich, Farbkorrekturen etc.).
Für Solitaire steht die Vorschau nun mit höherer Auflösung zur Verfügung.
(Systemvoraussetzung für Avio: Avio Pro-Paket)
Audiospuren bei Veränderungen im Storyboard: Verhalten frei definierbar
Bisher war die Kommentarspur sowie die Effektspuren fest an eine Videoszene gekoppelt, während die anderen Spuren frei verschiebbar waren. Diese feste Einstellung ist nun vom Anwender für jede Spur wählbar.
Vorhören von Audioeffekten in Echtzeit
Ein bestimmter Teil des Audiostückes, auf das der Effekt angewendet wird, wird endlos abgespielt. Das Ausprobieren der Einstellungen eines Effektes wird dadurch deutlich komfortabler.
Im Fenster „Hüllkurve“ werden zur Orientierung alle Tonspuren gezeigt.
Übergangseffekte und Tonblenden
Es besteht nun die Möglichkeit, zwischen „gleichmäßig“ und „abgesenkt“ auszuwählen. Damit ist stets eine ideale Tonüberblendung möglich, subjektiv empfundene Schwankungen lassen sich vermeiden.
Es gibt nun einen Ersetzen-Schalter in der Nachvertonung
Beim CD-Audio-Import bleibt beim Import einzelner Titel das Auswahlfenster offen, es gibt einen „Alle“-Schalter zum Einlesen sämtlicher Stücke einer CD.
(Systemvoraussetzung: DVD-Arabesk)
Verbesserungen im Farbkasten
Fünf direkt anwählbare Farben stehen nun (programmierbar) zur Verfügung. Farben können auch direkt aus einer Videoszene aufgegriffen werden.
ImagePool
Dem ImagePool können nun eigene Bilder hinzugefügt werden. Diese können dann so benutzt werden wie die mitgelieferten Bilder (in Arabesk, Akaba, Caladan, etc.). Die Bilder im Pool (auch Farbbilder) können frei verfremdet werden (Einfärben, Kontrast, Helligkeit etc.), es gibt sogar eine Echtzeit-Vorschau!
Alle Angaben sind ohne Gewähr. Die Liste der Features kann zur Release von den o.g. Punkten noch geringfügig abweichen.