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07.08.2007 Casablanca S-Linie mit neuen Highlights

Wir möchten Sie nachfolgend über eine wichtige Änderung in unserer Produktstrategie informieren:
Die vor einigen Wochen angekündigte S-Linie, wird in der dort vorgestellten Form nicht erscheinen! Zahlreiche Rückmeldungen von Seiten unserer Anwender und Vertriebspartner haben dazu geführt, das Konzept komplett zu überarbeiten.

Die stationären Casablanca Systeme der S-Linie werden mit einer neuen, zukunftsweisenden Hardware-Plattform auf den Markt kommen. Wir planen derzeit die Umsetzung der folgenden Highlights:
- DVI/HDMI-Ausgang zur Darstellung von hochauflösendem Bildmaterial.
- Direkte Anzeige des HDV-Materials bei der Bearbeitung (Schneiden, Trimmen, Abspielen usw.).
- AVCHD-Unterstützung zur Verwendung neuer Camcorder-Modelle.
- Möglichkeit zur zeitgleichen Zuspielung über mehrere DV-Eingänge.
- Optionales Blu-ray Laufwerk.
- S-ATA Unterstützung.

Durch die Implementierung dieser Punkte werden die Casablanca Systeme der S-Linie zusammen mit neuen, leistungsfähigen Mainboards und Prozessoren „fit für die Zukunft“ und setzen neue Maßstäbe in der Videobearbeitung.

Die Entwicklung wurde bereits gestartet, so dass wir von einem Verkaufsstart pünktlich zum Weihnachtsgeschäft 2007 ausgehen. Die genauen Spezifikationen der Casablanca S-Linie folgen innerhalb der nächsten Wochen.

 

15.08.2007 (Zusatzinformationen)
Die nächste Casablanca Generation: Weitere Information


Wir sind der Meinung, dass es nun an der Zeit ist, eine komplett neue, zukunftweisende Casablanca Geräteserie zu entwickeln. Dies ist das zweite Mal, dass das Casablanca „Herzstück“ grundlegend erneuert wird - die so genannte "Video Engine" - auf der die Videotechnik der stationären Casablanca-Systeme basiert.

Zur Geschichte

Die Original Casablanca (auch unter dem Namen "Klassik" oder "Casablanca 1"bekannt) nutze einen Zoran MJPEG Echtzeit Hardware Codec. Die erste Generation der Casablanca wurde 1996 eingeführt.

Die zweite Generation der Casablanca Systeme mit analogen Eingängen verwendete einen Echtzeit-DV-Codec, bereitgestellt von Ccube. Den Anfang machte das Ur-Avio im Jahr 2000. In den folgenden 7 Jahren erschienen weitere erfolgreiche Geräte wie Casablanca Kron, Prestige, Solitaire, Renommee und deren PLUS Versionen.

Zusätzlich wurden die Systeme Claro, Gymnos und Liberty ohne analoge Eingänge und ohne DVD-Dicon Technologie angeboten. Sie nutzten einen Softwarecodec.

Es ist nun Zeit für die dritte Generation der Hardware Video Engine. Die Herausforderung ist klar: Die neuen System sollen sowohl HD als auch SD in deren nativen Auflösungen verarbeiten. Daher verfügen die neuen Modelle über HD-Ausgänge, so dass die Nachbearbeitung direkt in Echtzeit stattfinden kann - man sieht das Video an dem man arbeitet in voller Auflösung auf einem hochauflösenden Monitor/Display (zum Beispiel ein Computer Monitor oder HDTV TV-Gerät). Die neuen Geräte müssen daher auch über die Möglichkeit verfügen, eine HD-Video-Produktion in voller Länge auf eine Scheibe zu brennen (Bluray oder HD-DVD).

Beim Enterprise System ist dieser Wandel bereits vollzogen worden. So verfügt Enterprise schon über DVI/HDMI Ausgänge in 720- oder 1080-Auflösung und, in der neusten Ausführung als Enterprise MAX, sogar über H.264-kodierte HD-Fähigkeit in Echtzeit. MAX brennt sogar HD Filme auf Bluray.

Wir haben beschlossen, die gleiche Video Engine in der neuen Casablanca Generation einzusetzen. Dazu verwenden wir hauptsächlich den Philips Nexperia Prozessor und zusätzlich einige andere Chips. Der Nexperia übernimmt die HDMI/DVI Ausgabe und führt außerdem noch die notwendigen Echtzeit-Berechnungen für HD durch (das Skalieren, das so genannten „De-interlacing“).
Für das Kodieren und Dekodieren von komprimierten Videodaten nutzen wir einen Softwarecodec, der die Haupt-CPU des Systems nutzt. Diese so genannte "Host-basierende“ Codec-Strategie ist sehr flexibel und erscheint uns deutlich zukunftssicherer als eine Strategie auf Basis spezialisierter Hardware-Codecs.

Wir sind uns sicher, dass diese Schritte einige Fragen aufwerfen, auf die wir bereits im Vorfeld einige Antworten geben möchten.

Fragen & Antworten

Frage: Es gibt also eine neue Hardwareplattform. Bedeutet dies, dass unsere bisherigen, bewährten Geräte überflüssig sind und keine zukünftige Software oder Hardware für sie erscheinen werden?
Antwort: Nein. Wir verändern lediglich die Video-Routinen, nicht das Betriebssystem. Außerdem erscheint die neue Video Engine zusätzlich in Form einer Upgrade-Karte für Solitaire und Renommee Geräte.

Frage: Wie genau funktioniert das Bearbeiten von HD wenn man auf die neue Hardware umsteigt?
Antwort: Man muss lediglich das Video über Firewire (HDV) oder USB2 (AVCHD) einspielen. Das Material wird in das schnittfähige "I-Frame only" Format gewandelt - die Auflösung (1440x1080 oder 1920x1080) bleibt hierbei unverändert. Dann legt man einfach los - wie bisher mit DV-Videomaterial.
Man kann im Einzel- oder auch Zwei-Monitor-Betrieb arbeiten. Der Video-Monitor ist nun ein HDTV-fähiger Monitor bzw. ein HDTV-fähiges TV-Gerät, angeschlossen über HDMI. Am Ende kann man das fertige Video auf Band, Disc (DVD oder Bluray) oder als Datei (Ethernet, USB Stick oder Festplatte) ausgeben.

Frage: Wie unterscheidet sich das neue Prinzip vom bisherigen HD-Schnitt auf den "alten" Geräten?
Antwort: Hier wurde erst das Video in SD (DV-Format) konvertiert, das Material in Original-HDV-Qualität blieb unverändert auf der Festplatte im Hintergrund. Geschnitten wurde in SD. Wenn man dann das fertige Video ausspielen wollte, wurde auf das Original-HDV-Material zugegriffen und dieses für die Erzeugung des finalen Films benutzt.

Frage: Wo liegt der Vorteil des neuen Systems?
Antwort: Man sieht das Original-HDV-Material während des Schneidens, in voller Auflösung. Das bekannte WYSIWYG-System (zu Deutsch: "Was du siehst ist was du bekommst").

Frage: Benötige ich dafür einen HD-Monitor oder -Bildschirm mit HDMI-Eingang?
Antwort: Ja, aber nur, wenn man auch HD-Material bearbeiten und in Echtzeit auf dem Monitor kontrollieren möchte. Für DV-Projekte reicht selbstverständlich weiterhin ein SD-Bildschirm mit Standard-Auflösung. 

Frage: Was ist mit HDCP?
Antwort: Dies hat für Casablanca keine Bedeutung, da wir keine HDCP-geschützten Inhalte verwenden. Das Material von Camcordern, sogar HDV Camcordern, ist nie HDCP codiert. Man kann also auch ein TV-Gerät ohne HDCP nutzen - natürlich funktioniert es ebenso mit einem HDCP-fähigen TV-Gerät.

Frage: Das Videomaterial wird also von HDV oder AVCHD in Hi-Definition "I-Frame only" Material konvertiert. Warum nicht gleich mit dem Ursprungsmaterial arbeiten?
Antwort: Weil HDV und AVCHD beide bewegungskomprimiert sind. Das bedeutet, dass man nicht einfach ein einziges Bild ansteuern kann, da die Bilder in so genannten GOPs angelegt sind (Group of Pictures, zu Deutsch: "Gruppen von Bildern"). Für das Schneiden müssen solche Kompressionen eliminiert werden, da wir ja Bildgenau schneiden wollen. Das ist sogar noch wichtiger für AVCHD, da die Kompressionsmethode hier deutlich größere GOPs nutzt als HDV.

Frage: Wie lange dauert so eine Konvertierung?
Antwort: Die neuen Geräte sind sehr schnell. Die Konvertierung geschieht simultan, z.B. während Sie HDV-Daten über Firewire einspielen. Ältere Geräte brauchen da länger, abhängig von der Prozessorgeschwindigkeit. "Geschwindigkeits-Upgrades“ (schnellere Mainboards und Prozessoren) wird es für Solitaire und Renommee geben.

Frage: Gibt es einen Unterschied zwischen der Arbeit mit HDV und AVCHD?
Antwort: Ja. AVCHD ist H.264+ (MPEG4) komprimiert und man benötigt mehr Zeit als bei HDV (MPEG2). Außerdem nutzt HDV normalerweise die Firewire-Schnittstelle und AVCHD die USB2-Anschlüsse. Abgesehen davon gibt es keine Unterschiede.

Frage: Die neuen Geräte können also eine Bluray-Scheibe in HD-Qualität brennen. Kann man so eine Scheibe auf normalen Bluray-Playern abspielen?
Antwort: Eine gute Frage. Theoretisch ja. Wir schreiben in Formaten, die jeder Bluray-Player unterstützen sollte. Allerdings werden viele frühe Bluray-Player keine BD-R oder BD-RW akzeptieren, lediglich kommerzielle Blurays. Ggf. wird es Firmware-Updates für derartige Player geben, die das Problem beheben.
Die Situation ist stark vergleichbar mit der Anfangszeit der DVD-R, an die sich viele noch erinnern werden. Es wird aber auch viele Player geben, die ohne Probleme die gebrannten Blurays abspielen. Wir arbeiten mit einigen anderen Unternehmen zusammen um Kompatibilität zu maximieren.

Frage: Kann ich High-Definition-Qualität auf eine Standard-DVD brennen?
Antwort: Ja, aber aufgrund der geringeren Kapazität nur ca. 20 Minuten. Eine Dual-Layer DVD bietet dann ca. 40 Minuten.

Frage: Ich kann also mein Solitaire (PLUS) oder Renommee (PLUS) aufrüsten. Was bedeutet das genau?
Antwort: Wir tauschen das bisherige Videoboard mit dem Ccube gegen ein neues Board samt Nexperia-Prozessor aus. Das neue Board hat einen HDMI/DVI-Ausgang. Alle anderen Ein- und Ausgänge sind davon unberührt. Es wird natürlich eine neue Software geben und man kann auch den DVD-Brenner gegen einen Bluray-Brenner ersetzen, wenn man ein neueres, schnelleres Mainboard (mit SATA-Schnittstelle für den Bluray-Brenner) einsetzt.

Frage: Wird die neue Smart Edit Version auf beiden Plattformen laufen?
Antwort: Ja, die Software erkennt automatisch den Typ der eingesetzten Video-Engine und schaltet dann entweder in den Ccube- oder Nexperia-Modus.

Frage: Wann wird es soweit sein?
Antwort: In diesem Jahr - schrittweise - da nicht alles gleichzeitig erscheinen kann. Es wird immerhin neue Boards für Solitaire und Renommee geben, dazu noch ganz neue Modelle mit vielen anderen herausragenden Funktionen.

Frage: Wird es bald einen Vorgeschmack auf die neue Geräteserie geben?
Antwort: Ja, ein Prototyp wurde auf der diesjährigen IFA in Berlin gezeigt .

Frage: Was ist mit mehreren DV-Eingängen über die auch gesprochen wird?
Antwort: Die Idee ist simpel. Videoaufnahmen mit mehreren Kameras sind üblich geworden. Das bedeutet aber, dass man ungemein viel Videomaterial auf die Festplatte aufspielen muss. Vier Kameras, mit jeweils vier Stunden Material bedeuten 16 Stunden Firewire-Übertragung. Dies kann man aber nicht einfach nachts "laufen lassen", da man ja stündlich die Kassetten wechseln muss. Wenn man also stattdessen alle vier Quellen gleichzeitig am Casablanca anschließen könnte, reduziert sich die Zeit auf lediglich vier Stunden. Ein enormer Vorteil für Semiprofis und Profis, denn Zeit ist bekanntlich Geld!

Frage: Aber wie funktioniert das? Brauche ich dafür eine neue Platine?
Antwort: Wenn man vier Eingänge haben möchte, ja. Wir bieten dafür eine Platine an. Wenn man allerdings mit lediglich zwei Eingängen leben kann, reicht bereits ein Softwareupdate. Die meisten Geräte haben ja einen Firewire-Anschluss vorne und einen weiteren hinten.
 




Letzte Aktualisierung:
Montag, 8. Oktober 2007
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