Bogart SE 3 erweitert das Casablanca-System um viele kreative Möglichkeiten und beinhaltet eine Fülle von Verbesserungen für den Arbeitsfluss und den Bedienkomfort.
Audio
Die Bedienung und die Möglichkeiten im Bereich der Audio-Nachvertonung wurden stark umgebaut und erweitert. Viele dieser Änderungen kommen erst zum Tragen, wenn man in einer höheren Auflösung die Timeline-Darstellung gewählt hat.
Beim Abspielen in der Nachvertonung werden alle Spuren mit allen Lautstärke- und Hüllkurvenänderungen auch ohne Berechnung korrekt abgemischt abgespielt. Lediglich Effekte müssen noch gerechnet werden.
Die Tonkurve wird zusammen mit der Hüllkurve in allen Tonstücken dargestellt.
Die Hüllkurve kann direkt in jedem dargestellten Tonstück verändert werden.
Die Anzahl der dargestellten Tonspuren kann frei eingestellt werden (max. 3 bzw. 6 mit Pro-Paket).
Die Tonspuren können jetzt einzeln Stumm geschaltet werden.
Tonstücke können beim Einfügen und auch nachträglich frei innerhalb und zwischen den Spuren verschoben werden.
Viele Funktionen werden jetzt direkt beim Tonstück über einen Auswahlschalter angewählt.
Mit der kleinen linken Trackballtaste kann man über der Hüllkurve diverse weitere Aktionen aufrufen.
Das Verhalten der Tonspuren (frei/gebunden) wird jetzt in der Nachvertonung umgeschaltet.
Die gelben Hilfslinien können nun auch über die volle Höhe dargestellt werden.
Auch bei Nutzung der Hüllkurve lässt sich jetzt unabhängig davon die Lautstärke des Tonstücks ändern.
Beim Ändern der Hüllkurve wird direkt eine Übersteuerung des Tonstücks angezeigt.
Es gibt jetzt einen Test auf Übersteuerung für das gesamte Storyboard bzw. die Timeline.
Die Funktion Tonstück erzeugen wurde komplett überarbeitet und unterstützt integriert nun auch das Zusammenführen von Tonspuren.
Im Hüllkurven-Fenster kann man jetzt wahlweise nur das eine Tonstück oder alle Spuren parallel abspielen.
Die Audio-Vorvertonung funktioniert jetzt auch bei Verwendung von Übergangseffekten.
Tonstücke in nicht gebunden Tonspuren werden bei Änderungen am Video nun i.d.R. nicht mehr entfernt.


Aufnahme, HDV
Es werden jetzt neben 1440×1080 auch die HD-Auflösungen 1920×1080 und 1280×720 unterstützt. 1)
Man kann jetzt auch HDV und AVCHD in SD-Projekten und DV in HD-Projekten aufnehmen. Bei Bedarf erfolgt direkt bei der Aufnahme eine Umrechnung.
Bei der Zuspielung über Firewire (DV, HDV) erfolgt eine automatische Formaterkennung und -anzeige.
Beim USB-Import können nun neben AVCHD-Daten auch viele andere Formate eingelesen werden.
Szenen können jetzt schon beim USB-Import vorne und hinten eingekürzt werden, um fehlerhafte Bilder zu entfernen.
Foto- und Zeitraffer-Aufnahmen sind nun auch in HD-Projekten möglich.

Bearbeiten
Die Zwischenablage lässt sich direkt über einen Schalter aufrufen. Längere Umrechnungen lassen sich zudem abbrechen.
Die Zwischenablage korrigiert jetzt auch das Seitenverhältnis zwischen SD-Projekten und passt die Auflösung zwischen HD-Projekten an.
Es gibt einen neuen Abspiel-Modus, wo während des Abspielens die jeweils passenden Szenennamen, bildchen und Effekte angezeigt werden.
Die mehrzeilige Szenenablage erscheint nun auch schon bei niedrigeren Bildschirmauflösungen (z.B. 1280×720).
Bei der mehrzeiligen Szenenablage kann man sich nun in allen Zeilen bewegen statt nur in der mittleren.
Aus der Timeline kann man nun so weit heraus zoomen, dass bis zu 120min auf den Bildschirm passen, ohne zu rollen.
Effekte
Die Berechnung von Effekten konnte deutlich beschleunigt werden. Besonders stark macht sich das u.a. bei dem wichtigen Übergangseffekt Überblendung bemerkbar.
Mit dem Effektstapel individuell erstellte und archivierte Effektkombinationen erscheinen nun auch direkt in den Effektlisten und sind so leichter zu verwenden.
Fertig stellen
Das zum Ausspielen fertig gerechnete HDV-Material wird jetzt individuell für jedes Projekt gespeichert.
Bei der HDV-Erzeugung ist nun auch die Auflösung 1280×720 möglich (in eben solchen Projekten).
Einstellungen
Die Systemeinstellungen wurden komplett neu strukturiert und sind jetzt übersichtlicher gruppiert.
Die Synchronisation zwischen Bild und Ton kann justiert werden.
Die Darstellung der Tonkurve in der Nachvertonung kann ein-/ausgeschaltet werden.
Verschiedenes
Ein Projekt lässt sich als Kopie in ein anderes, zuvor leeres Projekt kopieren.
Bleibt man mit dem Zeiger auf einem Szenen- oder Effekt-Bildchen stehen, erscheint eine Information dazu.
Die Anzeige der verbrauchten Kapazität (in den Projekteinstellungen) berücksichtigt jetzt auch das System und den MediaManager bzw. RelaxVision.

1) 1920×1080 mit 60Hz (NTSC) wird beim Abspielen nur mit 1440×1080 dargestellt
Änderungen und Irrtümer bleiben vorbehalten.