Bestimmt ist es Ihnen auch schon passiert, dass Sie z.B. im Urlaub mit einem Stativ gefilmt haben und dabei vergessen haben, die Kamera absolut waagerecht zu positionieren, so dass der Horizont vielleicht um ein paar Grad verschoben ist. Dies wird sicher jedem Betrachter sofort auffallen, und eine Korrektur ist mit den üblichen Mitteln bzw. Effekten nicht nachträglich möglich.

Mit Elastic Dreams können Sie diese Szenen nun nachträglich "begradigen" – auch wenn es sich bei dieser Anwendung nicht um die Hauptanwendung bzw. das eigentlich geplante Einsatzgebiet dieses Programms handelt.
Dazu gehen Sie folgendermaßen vor:
Fügen Sie die betreffende Szene, die den schiefen Horizont enthält, in das Storyboard ein.
Nun wählen Sie aus den Langzeiteffekten den Effekt "Elastic Dreams Warp" und fügen diesen ins Storyboard auf die ausgewählte Szene ein.
Starten Sie das Programm mit dem Befehl "Programm starten".
Um sicher zu sein, dass nicht noch andere Einstellungen von einer vorherigen Elastic Dreams Sitzung aktiv sind, klicken Sie bitte einmal auf "Projekt löschen", so dass alle Werte auf die Ursprungswerte zurückgesetzt werden.

Jetzt wählen Sie bitte unter "Spezial" den Effekt "Drehen" aus.
Unter dem Effektnamen erscheint nun ein Schieberegler, mit dem das Bild prozentweise im oder gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden kann. Drehen Sie das Bild soweit, bis der Horizont waagerecht ist, und merken Sie sich dabei den Wert der Einstellung des Schiebereglers (z.B. –3%). Sie haben nun die Einstellung für das erste Bild der Szene korrigiert.

Damit alle Bilder dieser Szene von der Korrektur beeinflusst werden, muss nun noch das letzte Bild der Szene gedreht werden. Alle weiteren Zwischenbilder werden von Elastic Dreams automatisch korrigiert.
Wählen Sie also mit dem Schieberegler unter dem "Mini-Storyboard" das letzte Bild der Szene an.
Nun stellen Sie bitte den Schieberegler (unter Spezial) auf denselben Wert, den Sie schon für das erste Bild der Szene verwendet haben. Elastic Dreams hat nun automatisch diese Winkel- Änderung für alle Bilder der Szene übernommen, so dass das Programm verlassen und der Effekt berechnet werden kann.

Sie sollten nun einen ebenen Horizont sehen. Bei starken Winkeländerungen kann es dazu kommen, dass Elastic Dreams leicht in das Videobild hineinzoomt, damit auch alle Ecken des Bildes weiterhin ausgefüllt bleiben.